tvreal zieht um
| Von tvreal @ 09:52 | [ Aus heimischen Gefilden ] |
Liebe werte Leserschaft...
seit einigen Tagen ist mein neues Heim aufgeschaltet:
Ich freue mich auf Euren Besuch im neu gestalteten Adlerhorst des guten Geschmacks.
tvrealfernsehen und wirkliches leben |
| Von tvreal @ 09:52 | [ Aus heimischen Gefilden ] |
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| Von tvreal @ 19:33 | [ worüber sich Her Majesty amüsiert, kann so schlecht nicht sein. ] |
Ich bin bekennender Peel-Fan, seit ich zuhause vor dem Fernseher die ersten Folgen sah und das ist nun wirklich eine ganze Weile her. Allerdings gehöre ich nicht zu jenen verlorenen Seelen, die sich nur an Emmas Lederdress erinnern, sondern zu denen, die ganz allgemein die Serie in English und am liebsten ohne Farbe sehen.
All jenen, die sich bei "The Avengers" nur noch an die bedauernswerte Verfilmung mit Uma Thurman, Ralph Fiennes und Sean Connery erinnern, sei gesagt: es gab mal, ganz früher eine Serie, die im Original "The Avengers" hiess und skurille Kriminalgeschichten abhandelte. Der Protagonist heisst John Steed und ist ein wahrhaft englischer Gentleman mit eben dem legendären Schirm und der unverzichtbaren Melone. Ihm zur Seite standen verschiedene andere Personen, die ich hier nicht erwähnen mag, da sie ausser geeks wie mir, eh niemand mehr kennt. Mitte der 60er Jahre wurde dem eleganten Herrn eine nicht minder stilvolle Dame namens Emma Peel zur Seite gestellt, die anfangs in Lederdresses, später in typischen bunten Kostümen auftrat. Ihr unverwechselbares Kennzeichen war ihr Karatetalent und wie ich finde: der Hang zum Champagner.
Die einzelnen Folgen spielen in England, meist in Schlössern oder Laboratorien verrückter Wissenschaftler. Ich habe mir sagen lassen, denn selber glaube ich nicht daran, dass der Reiz der Serie aufgrund der etwas distanzierten, aber nicht minder erotischen Ausstrahlung und dem Umgang der beiden Protagonisten lag. Kriegen sie oder nicht, das war die Frage.
Da nach zwei Seasons Emma Peel ihren totgeglaubten Mann wieder trifft, erübrigt sich das romantische Gesülze. Abgelöst wurde sie von Tara King, die ihrerseits auch nur eine Staffel lang ihre langen Beine als Waffe gegen alle möglichen Verbrecher gebrauchte.
Seit einigen Wochen ist nun die Season II, eigentlich die 5. Staffel, aber das interessiert hier niemanden, erhältlich. Mit im schön gestalteten Schuber enthalten sind eigens produzierte Faninfos, die Serienmaniac Kalkofe mit "GZSZ"-Star Wolfgang Bahro zum besten geben. Wen's also interessiert, der soll sich die Serie ruhig kaufen. Nostalgie ist wieder in, hab ich mir sagen lassen.
| Von tvreal @ 21:45 | [ tötort ] |
Die Geschichte ist rasch erzählt. Eine Astrotante wird erschossen aufgefunden. Ihr Mann hat ein Motiv, redet mit Engeln, hat eine Affäre. Ihr Stiefvater trägt langes, schmieriges Haar und besucht mit Vorliebe seine Schwiegermutter unter Verwendung eines falschen Bartes. Dann ist da noch eine Kräuterhexe mit Hund, ein Arzt sowie Batic, der hinkt. Und nun kann man sich zusammenreimen, wer der Mörder ist...
Ich beneide den Autor dieses Tatorts, denn er hat fertig gebracht, was nur wenige können: er hat eine einigermassen spannende, wenn auch nicht überraschend endende Story geschrieben, deren Figuren unglaublich lustige Namen wie "Pirol" oder "Fefy* tragen. Darauf muss man erst mal kommen. Natürlich freut es uns Indianer sehr, dass für einmal eine Assistentin im Münchner Tatort aus unserem wunderschönen, radebrechenden Lande kommt. Leider tut mir die begabte Sabine Timoteo leid, die etwa das gleiche Mischmaschdeutsch spricht wie unser aller geliebter und verehrter Bundesadolfogi. Trotzdem wirkt sie mit ihrer burschikosen Art sehr einnehmend. Wäre doch wirklich schön, "Gabi Kunz, die Kollegin aus der Schweiz" in einem der nächsten Folgen wiederzusehen.
Erwähnenswert am Münchner Tatort ist seit Michael Fitz' Abgang nicht mehr viel. Batic und Leitmayer ziehen ihr Machoding durch. München zeigt sich von seiner schönsten Seite. in "Gesang der toten Dinge" erfreut uns jedoch die wunderbare Irm Hermann, die feengleich und mit klingender Stimme auftritt und gleich allen die Show stiehlt. Sie scheint förmlich aus innen heraus zu strahlen, da ist für einmal keine Spur von Fassbinders "mürrischer Spiesserin".
Enttäuschend ist André Eisermanns Auftritt als Ehemann der Toten, der mit gleich mit zwei Erzengeln zu kommunizieren vermag. Er wirkt fehlbesetzt, leicht irre, irgendwie unterfordert. Vielleicht sollte der Mann keine Ausflüge mehr ins öffentlich-rechtliche Fernsehen unternehmen, ausser es handelt sich um eine Talkshow. Da ist er nämlich unschlagbar. Sogar Nina Hagen verehrt ihn.
| Von tvreal @ 15:30 | [ ** Points for Germany ] |
Wenn ich mich über dieses Thema auslasse, wird meine liebe Arbeitskollegin Tiffy kein Wort mehr mit mir sprechen. Sie ist nämlich, ganz ohne jede Scheu, ein Fan von Big Brother, von Insidern und greisen Blicklesern "BB" genannt. Tiffy kennt jede Story, jeden Schlafsack und die Körbchengrössen der Damen. Das hat sie mir bei einem Glas Prosecco anvertraut. Nun gut. Das ist ja gut so. Man kann ja nicht von jedem Gebührenzahler verlangen, dass er sich nur noch ARTE und Sternstunden anschaut.
Was geschieht eigentlich bei "BB", was wir nicht auch durch unsere Fensterscheiben in den Schlafzimmern unserer Nachbarn sehen?
Ich stimme zu, dass relativ wenige Pornodarstellerinnen mit Körbchengrösse N70 in meinem Quartier wohnen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass eine solch auffällige Dame bei uns auf dem Land mit einer Milchkuh verwechselt würde.
Die meisten meiner Nachbarn besitzen ein Bett. Ausser mein Nachbar Kleiber, der nicht schläft, sondern nur in seiner Küche sitzt, liest und frühmorgens die Säge betätigt. Ich nehme mal an, dass er nicht mit 10 anderen in einer Reihe von, sicher nicht so fein riechenden, Schlafsäcken liegt. Wobei er sicher nichts dagegen hätte, von irgendeiner ballonbrüstigen Ilona verführt zu werden. Schliesslich ist der gute Mann erst 78.
Dann ist da noch die Sache mit Piero. Er ist mein ganz spezieller Liebling im Showbiz. Er ist überhaupt der grösste Künstler, wo die Schweiz je hatte. Allerdings wäre ICH nie auf die Idee gekommen, dass er homosexuell ist. Schliesslich stammt er aus Sizilien und dem Kanton Basel, da gibt's sowas nicht. Allerdings fand ich seinen Bikini süss.
Ich vermute mal, dass sein Ausstieg aus "BB" keinesfalls Gründe psychischer Natur hatte. Böse Zungen behaupten, Piero hätte Angst vor grossen Brüsten. Männer, ich frage euch, wer von uns hat das nicht? Andere wiederum vermuten, dass er aus lauter Heimweh seine ganze Bräunungscrème aufgebraucht hätte. Vielleicht war der Bikini deshalb so braun??
Ganz ehrlich: wer von uns will denn schon in einem Haus mit lauter Kavalleristen leben? Zumal Piero doch ein ganz stattlicher Indianer mit coolem Outfit ist...
| Von tvreal @ 17:47 | [ ** Points for Germany ] |
Ich will ganz ehrlich sein: ich habe den Sender gewechselt, als Frau Berben Stierhoden ass. Mir erschien "Wetten dass" plötzlich als so eine Art "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" auf öffentlich-rechtlichem Sendeplatz. Ich habe mich geekelt und das kommt bei mir wirklich selten vor. Mir ist nicht ganz klar, was bei diesem Sendekonzept momentan abgeht. Blick berichtet, dass die Zuschauer zu Hunderttausenden abwandern. Wundert mich nicht gross.
Vielleicht nochmals zum Anfang. Kevin James, unser aller King of Queens, war da. Dass der Typ eine Mütze aufhatte, fand ich schon mal ziemlich schräg - und unhöflich. Aber ich dachte mir: "Hey, der Typ ist ein Hollywoodstar, fett, klein. Und jetzt gehen ihm die Haare aus..." Ich habe Verständnis für das Aufflackern der männlichen Eitelkeit während der Midlife Crisis.
Die Wetten waren wie immer langweilig. Die Schüler der Kinderwette hatte ich im übrigen im Verdacht einen Code zu verwenden - und zu bescheissen. Allerdings war's mir zu blöd, ihn zu knacken.
Nach einer knappen Stunde jedenfalls habe ich den Sender gewechselt. ARTE. Das rät ja sogar Herr Reich-Ranicki. Und der hat schliesslich immer Recht.
Allerdings staunte ich nicht schlecht, als ich heute morgen auf die Website der Thurgauer Zeitung ging...
http://www.thurgauerzeitung.ch/panorama/vermischtes/Bei-der-AutoWette-stockte-allen-der-Atem/story/15121750
http://www.blick.ch/blickamabend/whatsup/tv/gottschalk-rasur-war-vergebens-115044
Ganz im Ernst: mir fiel fast die Zigarre in den Kaffee. Man sollte meinen, dass jetzt nicht mehr viel Peinlicheres kommen kann. Umgebracht wurde noch niemand vor laufender Kamera, während Gottschalk locker flockig moderiert. Ich sage nur: Pfui, ZDF...
| Von tvreal @ 18:10 | [ hinter dem grossen Teich ] |
Im fiktiven Örtchen Star Hollows leben Lorelai und ihre Tochter Rory. Was auf den ersten Blick wie eine dröge Mutter-Tochter-Suppe daher kommt, ist mehr. Ein sympathisches Sittenbild einer amerikanischen Kleinstadt. Da ist beispielsweise die kommunale Macht in Personalunion von Taylor, dem Ladenbesitzer. Dieser liegt im unablässigen Zwist mit Luke, dem Cafebesitzer. Miss Patty, eine echsenhafte Matrone führt eine Tanzschule. Kirk, der unheimliche Mann für alle Jobs der Stadt fasziniert ebenso wie Rorys beste Freundin Lane, die Koreanerin und Christin ist. Hundert kleine Geschichten ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Die Dialoge sind rasant, witzig und herrlich politisch unkorrekt. Auf charmante Art kommen aktuelle Probleme zur Sprache: die Bush-Ära, Teenie-Schwangerschaften und die Qual der Wahl, was Elite-Unis betrifft.
Ein besonderer Kick der Serie sind Lorelais Eltern, Richard und Emily. Diese sind wahre Snobs und die perfekte Übungsvorlagen für Anwärter einer Psychotherapie-Ausbildung. Wer solche Eltern hat, braucht eine breite Couch oder wird - wie Lorelai - mit 16 schwanger und kriegt eine wunderbare Tochter, deren Genius für sieben Staffeln reicht.
Diese Serie hat es fertiggebracht, was viele engagierte Politiker nicht schafften: man mag die Amerikaner wieder. Zwar kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen, warum Lorelai und ihre Tochter nicht schwer übergewichtig und depressiv sind. Während sieben Jahren haben sie nichts anderes als Hamburger, Hot Dogs, Pizza und Kirschkuchen gegessen.
| Von tvreal @ 06:46 | [ Aus heimischen Gefilden ] |
Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass SF DRS auf der Homepage von "Tag und Nacht" eine Umfrage gestartet hat, wer warum alles Mühe mit Andreas Matti alias Dr. Kudelski hat. Als (kritiklose!) Anhängerin der ersten Stunde kann ich da nur sagen: Blödsinn!
Das Argument, man hätte Mühe mit der Figur Kudelski, nur weil man Andreas Matti in der Rolle vom Rolf in "Fascht ä Familie" nicht mochte, ist, sagen wir mal typisch schweizerisch. Natürlich finden wir alle die göttliche Sabina Schneebeli reizend, doch Matti ist wirklich glänzend in seiner Rolle. Der Psychiater ist unglaublich knorrig, menschlich und stösst einem immerzu ab. Da geht es einem doch gleich wie der Praktikantin Sophie.
Man wundert sich, wie so ein gescheiter Mann, der anderen Menschen Einblicke in ihre Psyche verschafft, so verworren ist. Von der ersten Folge an haben doch Serienvictims bemerkt, dass der Gute in die chaotische Meret verschossen ist. Und dass er in der letzten Folge sich vor lauter Liebeskummer einen hinter die Binde gegossen hat, ist doch auch nichts Neues in diesem Land! Mit dieser Sicht der Dinge wird einem dieser Seelenklempner unglaublich sympathisch... Von wegen unrealistischer und unmenschlich gezeichneter Arzt: Dr. House, der ja nun wirklich nicht der ethisch-moralischen Sicht seiner Berufskollegen entspricht, wird von den Landsleuten sehr gemocht.
Ich persönlich habe auch das Jammern der schwer geprüften Fans von "Lüthi & Blanc" satt. Die Serie ist durch. Freut euch doch endlich auf was neues!
| Von tvreal @ 21:42 | [ Aus heimischen Gefilden ] |
Die zweite Folge der Erfolgsserie "Tag und Nacht" bringt Herrn und Frau Schweizer an die Ausländerproblematik, insbesondere türkische Väter, heran. Die junge Türkin mit breitem Baseler Akzent wird von Freunden in einem M*-Wagen im Bahnhof Zürich herumgestossen. Allein dieses Bild lässt jeden regelmässigen Pendler schmunzeln. Rauchen wird bald verboten, mit Bierdose herumlatschen ist nicht wirklich gesund und das Fluchen steht doch ebenfalls auf der Abschussliste der allgemeinen Ligen.
Da die Gute schon reichlich dicht ist, knallt sie beim Aussteigen auf ihr Gesicht und die Schulter. Nachdem sie ohnmächtig ist, kann sie der allgegenwärtigen Permanence nicht entkommen. Sie wird eingeliefert. Dort kümmert sich Meret um sie. Und weil Meret sozial engagiert ist, fällt ihr natürlich auf, dass die junge Frau ein Hämatom an der Schulter hat. Und weil Meret noch nie einen Türken aus der Nähe gesehen hat, ist ihr ganz klar, der Vater des Mädchen misshandelt sie. Klar. Dann hält sie ihr noch einen Vortrag übers Jungsein und dass sie mit Alkohol und Kiffen und Partys ihr Leben geniessen soll.
Die nette junge Krankenschwester hat nicht viel anderes zu tun, als ihre Fingernägel zu lackieren und das Make-up nachbessern und der homosexuelle Oberpfleger macht Witze über sein neustes Date.
Ganz im Ernst, wenn ich Pfleger wäre, ich würde gegen diese Sendung protestieren. Die Leute an der Front, und das sind nun mal auch in der Permanence nicht die Ärzte, werden als stereotype Lachfiguren hingestellt. Da hilft nicht einmal Rilke.
Der einzige Lichtblick bisher ist Andreas Matti als Dr. Kudelski. Er ist zynisch, hat einen Hund, streitet mit dem Pfarrer - und hat leider keinen Stock. Ich bin sicher, wenn Kudelski in Hollywood arbeiten würde, hätte er die Rolle Hugh Laurie einfach so mal weggeschnappt...
| Von tvreal @ 22:04 | [ Aus heimischen Gefilden ] |
Die letzten paar Wochen war ihnen nicht zu entkommen. in praktisch jeder freien Minute, vor der Tagesschau, nach dem Krimi und vor dem Kulturmagazin wurden wir darauf hingewiesen, dass ab dem 5. September endlich die hippe neue Ärzteserie auf SF1 läuft. Als Vorgeschmack auf das heimische Können wurde uns den ganzen Sommer lang das Serienfossil aus den 90ern "Die Direktorin" mit der damals schon gutaussehenden Sabina Schneebeli serviert.
Ich muss zugeben, ich bin verwöhnt, seit ich jeden Montagabend mein Date mit Meredith Grey zelebriere. Dass die Heldin von "Tag und Nacht" ausgerechnet "Meret" heisst, tat ich erst als witzigen Zufall ab. Doch bei längerem Zusehen und -hören fällt einem auf, dass sich die Hintergrundmusik stark an "Grey's Anatomy" orientiert. Haben wir denn in der Schweiz keine talentierten Alternative Bands, die fähig sind, Loungemusic für eine Medizinersoap zu komponieren und spielen?
Natürlich habe ich schnell begriffen, dass die neuen Ärzte, die zwar nicht so gut aussehen wie ihre amerikanischen Serienkollegen, sofort zum Freitagabend-Mussprogramm gehören. Wenn einem Sabina nicht passt, dann ist da wenigstens Theaterurgestein Heidi Maria Glössner, die einem mit sanfter, warmer Stimme und einem goldenen Blick aus schwarz geschminkten Augen becirct. Von nun besuchen uns wöchentlich all jene TV-Stars aus vergangenen Zeiten; Mathias Gnädinger wird wohl in bälde den rumpelsurigen, immerzu fluchenden Hausmeister, Jörg Schneider den Buchhalter der Permanence geben. Und als Serienhöhepunkt wird Hans Schenk als Spitalpfarrer auftreten. Ehrlich. Darauf freue ich mich sehr.
| Von tvreal @ 13:27 | [ Monty Python's Elephant Circle ] |
Vor ungefähr 37 Jahren lief auf ZDF eine Serie, die nun (endlich?) auf Englisch zu sehen ist. "The Persuaders" hiess das Ding und war wohl im deutschen Sprachraum ein Strassenfeger und wegweisend für die Männermode der Siebziger. Vielleicht erinnern Sie sich noch an Tony Curtis (nachdem er mit Monroe "Some like it hot" gedreht hat) und an Roger Moore (bevor er 007 wurde). "Die 2", so der vielsagende deutsche Titel, ist auf den ersten Blick eine Krimiserie.; auf den zweiten, genaueren offenbart die Serie jedoch einen Einblick in ein Lebensgefühl und ins politische Befinden Westeuropas.
Brett Sinclare (Moore) und Danny Wilde (Curtis) sind zwei Playboys auf der Höhe ihrer Karriere. Sie sind beide reich, gutaussehend und leicht gelangweilt. Ein Richter führt die beiden Lebemänner zusammen und fortan, während 24 Folgen, kämpfen die beiden, während sie in der einen Hand einen Champagnerkelch und in der anderen eine willige Blondine halten, gegen Schmuggler, Spione und Erpresser. Die Originalfassung spielt mit den sprachlichen Unterschieden zwischen dem Briten Sinclare und dem Amerikaner Wilde. Fans behaupten, dass die beiden jeweils sich selber gespielt haben. Dies wird unterstrichen durch die Tatsache, dass Moore Einflussnahme auf Sinclares Kleidung genommen hat. Tony Curtis' Wilde jedoch ist modisch viel interessanter. Sein Stil ist leger und - prägend. Seine Eigenheit, bei jeder Gelegenheit Lederhandschuhe zu tragen, hat sich auch auf Mr. Jedermann niedergeschlagen.
Erwähnenswert ist der Erfolg in Deutschland. Die spritzigen Dialoge von Rainer Brandt haben die Leute fasziniert. Er prägte den neuen Begriff "Schnodderdeutsch", der später auch in Serien wie Männerwirtschaft ausgelebt wird.
Da die Serie auf dem (ach so wichtigen) amerikanischen Markt floppte, wurde keine zweite Staffel abgedreht und so existieren von diesem Goldstückchen der Fernsehunterhaltung nur gerade 24 Folgen. Schade. "The Persuaders" war die teuerste englische Serie jener Zeit und wurde an exklusiven Orten abgedreht.
Gerüchte, dass die Serie verfilmt wird, geistern immer wieder durch die Kinowelt. George Clooney soll Wilde spielen, während Sinclare von Hugh Grant verkörpert würde. Mal sehen, ob das klappt..
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